Hausquitte

OFFENE GÄRTEN IN MECKLENBURG VORPOMMERN 2017

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Video „Das Haus Quitte von Ira Schwarz in Kühlungsborn“

 
Im Rahmen der Offenen Gärten in Mecklenburg Vorpommern 2017 luden wir am Wochenende vom 10./11.6. zum zweiten Mal zur Besichtigung ins Haus Quitte. Dabei wurden wir freundlich unterstützt von der Classic Conditorei & Café Röntgen.
 
Auf über einem Hektar vereinen sich rund um das Haus Quitte viele Einflüsse europäischer Gartenstile mit einer farbenfrohen Vielzahl an Pflanzen. Inspiration und Stileinflüsse entstammen den Gärten Südenglands, der Normandie und der Gärtner-Dynastie Jaques Wirtz bei Antwerpen.
 
Mehr als 1.200 Besucher haben diese Gelegenheit genutzt und haben den Schattengarten, die Heckenlandschaft, den „Lavendelfluss“ und den Rosengarten mit 600 Sträuchern in 80 Sorten entdecken können.
 
Ira Schwarz, Offener Garten
 
Ira Schwarz, Offene Gärten

OFFENE GÄRTEN 2014

Schon das Entrée ist voller Charme: Der Eingang zum alten reetgedeckten Haus am Ortsrand ist ein typischer Bauerngarten. Geometrische Beete mit schmalen Einfassungen aus Buchsbaum, in denen es vom Frühjahr bis Spätherbst farbenfroh üppig wuchert und blüht. Im Hochsommer ragt die Stockrose, Favoritin von Ira Schwarz, majestätisch über den weißen Staketenzaun. Klassiker wie Ehrenpreis, Glockenblume, Ziersalbei, Schafgarbe, Spornblume, Taglilie und Prachtkerze geben sich mit Kräutern ein sinnliches Stelldichein.

 

Rechts, seitlich des Hauses liegt die Terrasse, gerahmt von Felsenbirnen, unterpflanzt von Buchskugeln in Formschnitt – ein Entwurf der Berliner Gartenarchitektin Gabriella Pape. Vor der Terrasse erstreckt sich der Rosengarten.

 

Inspiriert von einer Südenglandreise und dem Rosengarten „Mottisfont Abbey“, wurde er im Sommer 2006 angelegt. 600 Rosen in über 75 Sorten und Arten blühen und duften – viele moderne, aber auch zahlreiche Englische und historische wie die uralte „Rose de Resht“.

 

Daran schließt sich die weitläufige Streuobstwiese an, mit über 70 vor 20 Jahren gepflanzten Obstbäumen, darunter köstliche alte Apfelsorten wie Cox Pomona, Gravensteiner oder Jakob Lebel. Der Star ist die uralte Quitte. Ein Souvenir aus Iras Schwarz’ Kindheit, als sie hier im Garten tollte, und das dem Anwesen nach der Wiedervereinigung den Namen gab. Die Obstwiese ist strukturiert durch zehn quadratische Wiesenfelder, bepflanzt mit Rotem Straussgras (Agrostis cappilaris). Die feinen Ähren blühen im Sommer kupfer-violett und schimmern weithin. Das Vorbild dazu stammt aus dem berühmten zeitgenössischen Garten „Le Jardin Plume“ in der Normandie. Im hinteren Bereich verlocken ein neu angelegter waldartiger Schattengarten und der Teich mit naturnaher Bepflanzung. Eine Besonderheit ist die Heckenlandschaft. Nach aussen schirmen hohe geometrische Hecken aus Rotbuche ab, innen schlängelt sich davor eine lange, organisch geformte niedrige Hecke aus Blutbuchen. Diesmal kam die Idee aus Belgien, wo Ira Schwarz einen Garten der berühmten Gärtner-Dynastie Jaques Wirtz bei Antwerpen besuchte. Diese geschwungenen Hecken beleben in Form und Farbe den gesamten Garten.

 

Ein „Lavendelfluss“ neben dem Festplatz, Spalierobsthecken, eine von der Ramblerrose „New Dawn“ überrankte Remise, die opulente Hortensien-Hecke an der Einfahrt und viele romantische Sitzplätze prägen den Garten. Und viele Bäume als markante Blickpunkte: die Kastanie als Hausbaum, Trompetenbaum, Birke, Vogelkirsche, Ahorn, Stieleiche, Sumpfeiche, Blutbuche. Das gesamte Gelände, inspiriert von historischen und modernen Gartenstilen, fügt sich zu einem harmonischen Ganzen. Für Ira Schwarz, für die Gärtnern Vergnügen und Entspannung ist, eine beglückende Lebensaufgabe und Zuflucht.

 

Vom 28. bis 29. Juni 2014 besuchten rund 500 Personen den Garten im Rahmen dieser Veranstaltung.